Inhalt - Contents

"Paperweights - Gläserne Briefbeschwerer - Paperweights of the World"

Weitere Paperweights - Links:
  • Paperweights. Saint-Louis (1767 to date).
  • Paperweights. Roland ("Rick") Ayotte.
  • Paperweights - Gläserne Briefbeschwerer - Paperweights of the World
  • Einleitung - Foreword
    • Paperweights, heute wie vor 150 Jahren, ein liebevoller Anachronismus; dtsch./engl.*
    Geschichte und Entwicklung der Paperweights - History
    • Die Glaskunst im alten Ägypten und in Vorderasien
    • Die Bedeutung Roms in der Verbreitung des Glases
    • Die Bedeutung Venedigs
    • Die ersten Briefbeschwerer
    • Pietro Bigaglia, der Glasmacher aus Murano
    • Venedig bestimmt den Weg des Glases in Europa
    • Der Weg zu den Paperweights über Böhmen, Frankreich und England
    • Der Begriff "Paperweight"; dtsch./engl.*
    Die Herstellung der Paperweights - Making
    • Das Material Glas - seine Ver- und Bearbeitung
    • Die Techniken des Einschmelzens der Glaseinschlüsse: Ofenglas, Hotglas
    • Die sog. Kalifornische Paperweight-Technik
    Die Hersteller der Paperweights - Makers
    • 1. Manufakturen; 2. Studioglass-Paperweights; 3. Lampenglas-Paperweights
    1. Manufakturen - Factories and Workshops
    • Böhmen und Schlesien (um 1840-1930), Böhmische "Briefbeschwerer"
    • Pausenarbeiten aus Böhmen, Schlesien,
    • Thüringen, Sachsen und Bayern (1890-1945, 1960 bis heute)
    • Murano - Venedig (um 1840 bis heute)
    • Baccarat (1764 bis 2003); dtsch./engl.*
    • Clichy (1837-1870); dtsch./engl.*
    • Saint-Louis (1767 bis heute); dtsch./engl.*
    • St. Mandé (1841-1857)**
    • Pantin (1850-1890)
    • Val Saint-Lambert (Ende 19. Jh.)**
    • Whitefriars (1680-1980)
    • Bacchus (um 1850)
    • Perthshire (1968 bis heute)
    • Paul Ysart
    • Caithness Glass (1969 bis heute)
    • Selkirk Glass (1977 bis heute)
    • "J"-Glass John Deacons (1979-1983, 1987 bis heute)
    • China (1930 bis heute)
    • Amerika (1850-1885): New England Glass, Mt. Washington, Boston & Sandwich Glass
    2. Die Glasstudios - The Studios
    • Abelman Art Glass
    • Correia Art Glass
    • farfalla Studios**
    • Peter Holmes Studios**
    • Lotton Art Glass
    • Lundberg Studio Glass, James Lundberg and Daniel Salazar
    • Orient & Flume Art Glass
    • Parabelle Glass (Millefiori)
    • Josh Simpson Glass
    3. Die Einzelkünstler - The Artists
    • Roland ("Rick") Ayotte mit Tochter Melissa; dtsch./engl.*
    • Ray und Bob Banford
    • Andrew Byers
    • Jim Brown (Millefiori)**
    • Christopher ("Chris") Buzzini
    • Jim Donofrio
    • Karen Federici**
    • Drew Ebelhare (Millefiori)**
    • John Gooderham (Miniatures)
    • Randall ("Randy") Grubb
    • Harold Hacker, Robert und Ronald Hansen
    • Charles Kaziun
    • James und Nontas Kontes
    • Dominick Labino
    • Peter McDougall**
    • William Manson**
    • Johne Parsley
    • Ken Rosenfeld
    • Barry Sautner (Objekte, Skulpturen)
    • Gordon Smith
    • Paul Joseph Stankard; dtsch./engl.*
    • Delmo und Debbie Tarsitano
    • Victor Trabucco mit Söhnen Jon und David
    • Mayauel Ward
    • Francis Whittemore
    Sammlertipps - Hints for Collectors

    Zur Pflege von Paperweights - The Care of Paperweights

    Fachwörter - Glossery

    Museen mit Paperweight - Sammlungen - Museums

    Bildnachweis - Photo Credits

    Literaturverzeichnis - Bibliography

    Anmerkung - Footnote:
    (Diese kleine Artikelreihe wird von uns langsam, aber kontinuierlich ergänzt und vervollständigt. Schauen Sie doch einfach ab und zu wieder auf unsere Webseiten. Oder schreiben Sie uns bitte, was Sie lesen möchten.
    From time to time, - gradually -, you will find supplements on paperweight - themes here on our websites even in your language; please stop by. Thank you.)

    Zeichenerklärung - Legende: *) bereits erschienen/already published; **) nicht im Buch enthalten/not included in our book


    Willkommen in der herrlich schönen Welt der Paperweights bei farfalla Paperweights, seit 1976!

    Clichy (1837-1870)

    Dies ist die dritte der großen Kristallenen Frankreichs, die heute nur noch wegen ihrer Meisterleistungen auf dem Gebiet der Paperweights aus der Mitte des vergangenen Jahrhunderts in ihrem Namen überlebte.

    Erst 1837 in Billancourt bei Paris gegründet, wenig später nach Clichy-la-Garenne, einem damaligen Vorort von Paris, gewechselt. Sehr bald schon wurden die Paperweights aus dieser Kristallerie in den Pariser Geschäften begehrt. Bereits 1849 wurde die Cristallerie de Saint-Louis von einem Pariser Händler darauf aufmerksam gemacht, daß Clichy nicht so viele Paperweights liefern kann wie gewünscht werden.

    Wie man heute weiß, ist die Herstellung guter Paperweights sehr zeitaufwendig. Aber noch langwieriger ist es, geschickte Glasbläser zu finden und sie zu noch besseren Paperweight - Machern auszubilden. Das war damals nicht anders als heute. Es kommt in dieser Konstellation noch eine weitere Schwierigkeit hinzu. Glasbläser und Glasmacher müssen für ihren Beruf nicht unbedingt übermäßig viel Geduld und Sorgfalt mitbringen. Das sind nicht die Hauptforderungen, die an gute Glasbläser gestellt werden, die damals viel zahlreicher waren als heute. Aber bei guten Paperweight - Machern sind dies die zwei wichtigsten Anforderungen für die Herstellung allerbester Paperweights.

    Die äußere Kugelform, das Profil der Clichy - Paperweights, ist ursprünglich hoch und rund. Im Laufe der vergangenen 150 Jahre ist es immer wieder zu Besitzerwechseln und damit auch zu Beschädigungen der Glasoberflächen gekommen. Kratzer, Schrammen, Absplitterungen, Mattierungen und sogar tiefe Löcher beeinträchtigen oftmals die ursprünglich hochglänzenden und spiegelblanken Paperweights. Durch nachträgliches Schleifen und Polieren der Glasoberfläche versuchte der jeweilige Besitzer seine zu kostbaren Raritäten gewandelten Paperweights zu verbessern. So wurden die Paper-weights von Mal zu Mal kleiner, flacher und zeigen inzwischen nicht mehr das Originalprofil oder den Originalschliff.

    Ursprünglich waren bei Clichy, wie auch bei allen anderen Paperweight - Herstellern, die weitaus größere Anzahl der Paperweights nahezu kugelrund, nur mit den entsprechenden Abweichungen im Profil. Nur die Bodenfläche war "hohl" angeschliffen, so daß sich ein Stellrand von kaum sichtbarer Breite bis zu einigen Millimetern ergab. Immer mehr derartige Paperweights tauchen auf, bei denen der Boden flach abgeschliffen ist (bei nur wenigen Ausnahmen ist das der Originalschliff; z. B. dem Millefiori-Overlay-Pilz von Clichy), die obere Kugelwölbung nicht mehr rund, sondern fast flach, und verschiedene Zier- und Dekorationsschliffe erscheinen, die die Paperweights verfremden. In all diesen Fällen lagen Beschädigungen vor, die durch Schleifen und Polieren repariert wurden. Das kann oft sachgerecht erfolgt sein, so daß eine Wertminderung nicht zwangsläufig eintreten mußte.

    Besonders flach, meist nachträglich geschliffen, erscheinen die begehrten Clichy - Spiralen - Paperweights (Swirls). Dieses Motiv wurde Mitte vergangenen Jahrhunderts ausschließ-lich von Clichy neu gefertigt. Die Spiralen verlaufen vom Zentrum nach außen, sowohl rechts- als auch linksherum. Die Spiralenstäbchen wurden abwechselnd in den Farben gelegt. Häufig sind sie nur zweifarbig. Zur Abdeckung des Punktes, an dem die Spiralen in der Mitte unschön zusammenkommen, liegt immer ein Millefioristäbchen, ein sog. pastry mold cane. Seltener erscheint hier die berühmte Clichy-Rose in den verschiedenen Farben rot, rosa, weiß und grün.

    Speziell Clichy - Paperweights zeigen neben den, auch von Baccarat und Saint-Louis her bekannten komplizierten, komplexen und dichten Millefioristäbchen solche Stäbchen, die im Schnittbild recht einfach ausschauen. Sie sehen aus wie mehrere ineinander gelegte Kuchenteig-Ausstechförmchen, wie sie zum Keksebacken verwendet werden. Daher ihr Name pastry mold canes. Typisch ist auch das "Breitlaufen" dieser Canes. Da sie freistehen und nur mit wenig klarem Kristall umschmolzen sind, werden sie beim Einschmelzen zu den Seiten hin auseinandergedrückt und zerfließen dabei breitflächig. Besondere Schwierigkeiten müssen die Paperweight - Macher von Clichy mit den verschiedenen farbigen Gläsern und dem Überstechen (Einschmelzen) vom Motiv "Teppichgrund" (carpet ground Paperweights), aber auch bei Lace- und "Körbchen"-(basket)-Paperweights gehabt haben. Immer wieder entdeckt man Clichy - Paperweights, die im unteren Drittel einen nur teilweise oder ganz umlaufenden Haarriß, oft schon mit dem Fingernagel spürbar, zeigen. Die Gefahr, daß dieser Paperweight einmal endgültig auseinander springen wird, ist nicht sehr groß, ist er doch bereits mit diesem Sprung 50, 100 oder sogar 150 Jahre alt geworden. Es läßt sich nicht feststellen, wann diese Sprünge auftreten oder aufgetreten sind.

    Vermutlich produzierte Clichy die größte Anzahl aller französischen Paperweights. Etwa 10000 Stück scheinen realistisch zu sein.

    Daneben wurde die Technik der Paperweight - Herstellung bei der Anfertigung von Kristallkugel-Aufsätzen für Bett- und Geländerpfosten, Tür- und Fensterknäufe, Karaffen, Parfumflacons und Vasen eingebracht. Die Millefioristäbchen können bei den Hohlglaswa-ren am Boden und in den Stöpseln liegen.

    Nach 1870 (Krieg Deutschland/Frankreich) ist eine Paperweight - Produktion nicht mehr bekannt. Die Glashütte wurde von der inzwischen bedeutenderen Cristallerie de Sevres übernommen. Danach erscheint der Name Clichy nur noch kurzzeitig in der Kombination "Cristallerie de Sevres et Clichy". Heute existiert wieder eine Glashütte unter dem Namen "Cristallerie de Sevres" in Sevres bei Paris. Traditionelle Verbindungen zu Clichy sind jedenfalls abgebrochen. Eine ähnliche Produktion ist nicht wieder aufgenommen worden.

    .

    Möchten Sie mehr Interessantes aus der Welt der Paperweights erfahren, so empfehlen wir das Buch "Paperweights of the World" (engl.), Monika Flemming & Peter Pommerencke, 4th Edition 2007, with Revised Price Guide; ISBN: 0-7643-2520-5, Schiffer Publishing Ltd.

    Das Originalbuch "Paperweights - Gläserne Briefbeschwerer" (dtsch.) ist vergriffen.

    Welcome to the beautiful World of Paperweights of farfalla Paperweights, Munich, since 1976!

    Clichy (1837-1870)

    This is the third of the great French crystal works, whose name lives an today thanks to its works in the realm of paperweights made in the middle of the past century.

    Founded at Billancourt near Paris in 1837, it was moved a short time later to Clichy-la-Garenne, then a suburb of Paris. It was not long before the paperweights made in this crystal works were in demand in the shops in Paris. As early as 1849 the crystal works at Saint-Louis were informed by a Paris dealer that Clichy could not deliver as many paperweights as were wanted.

    As is known today, the production of good paperweights is very time-consuming. But it is still more time-consuming to find capable glass-blowers and train them to be even better paperweight makers. This has not changed from that day to this. There is yet another difficulty involved. Glass-blowers and glassmakers do not necessarily have to have a great deal of patience and care for their profession. Those are not the main requirements that are asked of good glass-blowers, who were then much more numerous than they are now. But for good paperweight makers, these are the two most important requirements for the production of the very best paperweights.

    The external ball shape, the profile of the Clichy paperweight, was originally high and round. During the course of the last 150 years, it could well have changed owners and suffered damage to its glass surface. Scratches, cracks, splinters, rough spots and even deep holes often detracted from the originally highly polished and mirror-smooth paperweight. By cutting and polishing the surface anew, owners sought to improve their paperweights, which had by then become valuable rarities. Thus the paperweights became smaller and flatter from time to time, and no longer show the original profile or the original cut.

    The great majority of the paperweights made at Clichy, like those of all the other manufacturers, were almost perfectly round with only the appropriate difference in profile. Only the bottom was cut "hollow", so that a rim of barely visible width, up to a few millimeters, was formed. More and more such paperweights turn up in which the base is cut flat (with only a few exceptions, this is the original cut, such as that of the millefiori overlay mushroom of Clichy). The upper arch of the ball is no longer round but nearly flat, and various decorative Cuts appear, making the paperweights look strange. In all these cases there was damage that was repaired by cutting and polishing. This can often be done expertly, so that a decrease in value does not necessarily result.

    The desirable Clichy spiral paperweights (swirls) appear especially flat, most of them having been cut that way. This motif was made exclusively at Clichy in the middle of the past century. The spirals run outward from the center to both the left and right. The spiral canes were set into the color alternatingly. Often they have only two colors. To conceal the point at which the spirals come together unbecomingly in the centre, there is always a millefiori cane, a so-called "pastry mold cane." More rarely the famous Clichy rose appears here in a variety of colors: red, pink, white and green.

    Special Clichy paperweights show not only the complicated, complex and thick millefiori canes also used by Baccarat and Saint-Louis, but also canes that look quite simple in cross-section. They look like several batter molds, one inside the other, such as are used to bake cookies. Hence their name of pastry mold canes.

    The paperweight makers of Clichy must have had particular difficulties with the various colored glasses and the overlaying of the "Teppichgrund" motif (carpet ground paperweights), as well as the filigree and "Körbchen" (basket) types. Again and again one comes upon Clichy paperweights that have in their lower third a partially or completely encircling hairline crack that a fingernail can feel. The danger of these paperweights finally breaking apart one day is not very great if the object has already lasted 50, 100 or even 150 years with this crack. It cannot be determined when these cracks appear or have appeared.

    Clichy presumably produced the greatest numbers of all French paperweights. A total of about 10,000 pieces seems realistic.

    The technique of paperweight production was also utilized in the production of crystal-ball sets of bedknobs and banister posts, doorknobs and window handles, carafes, perfume bottles and vases. The millefiori canes could be placed in the bottoms and the stoppers of the hollow glassware.

    After 1870 (and the Franco-Prussian War), no further paperweight production is known. The glassworks were taken over by the crystal works of Sevres, which had meanwhile become more influential. Since then, the name of Clichy appeared only for a short time in the combined name "Cristallerie de Sevres et Clichy." Today a crystal works with the name "Cristallerie de Sevres" exists again at Sevres, near Paris. The traditional ties to Clichy, though, have been broken off. Similar production has not been taken up.

    You like to know and to learn more about the beautiful World of Paperweights? See the great book: "Paperweights of the World"; Monika Flemming & Peter Pommerencke, 4th Edition 2007, with Revised Price Guide; ISBN: 0-7643-2520-5, Schiffer Publishing Ltd., Atglen, PA 19310 USA; Phone: 610-593-1777

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